Sie waren nicht alle Ritter, Unfreie oder Klerus

Obwohl bestimmte mittelalterlichen Schriftsteller ihre Gesellschaft in drei Kategoreien aufgeteilt haben – diejenigen, die beteten, diejenigen, die gekämpft haben, und diejenigen, die gearbeitet haben -, dass ist ein zunehmend falsches Bild nach 1100 geworden.

Die Bevölkerung Europas hat sich enorm erhöht über das 12. und 13. Jahrhundert, mit Städten und Gemeinden die immer größer wurden. Paris wuchs etwa das Zehnfache (London auch fast so viel) in dieser Periode. In den Städten hatten Menschen alle Arten von Jobs: Kaufleute, Schreiner, Metzger, Weber, Nahrungsmittelverkäufer, Architekten, Maler, Jongleure …

Und auf dem Land, war es überhaupt nicht der Fall, dass jeder ein Unfreier war (das heißt, “unfrei” und an das Land gebunden). Viele Bauern waren freie Männer – und Frauen – und besaßen ihr eigenes Land, während andere, die zu einem gewissen Grad “unfrei” waren, Land und Waren gekauft und verkauft haben, ähnlich wie andere freie Männer.

Das Mittelalter in Europa – Überblick

Als Mittelalter wird die auf die Antike folgende und der Neuzeit vorangehende geschichtliche Epoche bezeichnet. Es wird davon ausgegangen, dass das Mittelalter mit der Völkerwanderung (3.–5. Jh.) beginnt und um 1500 mit der Reformation endet. Die Völkerwanderung umreißt dabei speziell die Zeit zwischen 376 und 568, dem Hunnenansturm und der Eroberung Italiens durch die Langobarden.

  • Innerhalb des Mittelalters wird eine Binnenperiodisierung vorgenommen. So unterscheidet man:
    • Frühmittelalter (5.–Mitte 11. Jh.),
    • Hochmittelalter (Mitte 11. – Mitte 13. Jh.) sowie
    • Spätmittelalter (Mitte 13. – ca. 1500).

    Wann das Mittelalter beginnt und endet, ist umstritten. Die Geschichtswissenschaftler haben ihre Diskussion darüber bislang nicht abgeschlossen. Klassische Zäsuren für den Beginn aus der Sicht des europäischen Mittelalters sind

    • der Untergang des Weströmischen Reiches 476
    • oder das Eindringen des Islam nach Europa im 7. und 8. Jh.

    Für das Ende des Mittelalters werden

    • die Reformation 1517,
    • die Entdeckung Amerikas 1492 oder
    • die Eroberung Konstantinopels durch die Türken im Jahre 1453 angeführt.

     

Deutschland in der Zeit der Französischen Revolution und der Herrschaft Napoleons

Ebenso wie in England hielt man auch in Preußen und Österreich die Französische Revolution für eine willkommene Schwächung der Handlungsfähigkeit Frankreichs nach außen.Der aufgeklärte Absolutismus, der von den Habsburger Kaisern praktiziert wurde, hatte wie die Französische Revolution seine Wurzeln in der Aufklärung. So betrachteten sie die ersten inneren Reformen der französischen Revolutionäre mit  Sympathie.  Leopold hatte bereits 1783 für sein damaliges Großherzogtum Toskana den Verfassungsentwurf einer konstitutionellen Monarchie auf der Grundlage der Volkssouveränität ausarbeiten lassen.

  • Die beiden deutschen Großmächte hatten dazu noch andere Probleme. Die Gefahr einer kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Preußen und Österreich war zwar durch die Konvention von Reichenbach im Sommer 1790 beseitigt, doch Leopold II. benötigte zu Beginn seiner Amtszeit alle Kräfte, um die Aufstände beizulegen, die gegen die Reformen seines Vorgängers in Belgien und Ungarn ausgebrochen waren. Preußen widmete seine ganze Aufmerksamkeit Polen und der Möglichkeit einer zweiten Teilung dieses Staates.
    • Die französische Nationalversammlung hatte eine ‘einheitliche und unteilbare Nation’ geschaffen. Sie weigerte sich deshalb, die Rechte von deutschen Fürsten auf französischem Boden anzuerkennen. Die Girondisten in der Versammlung forderten die Rheingrenze für Frankreich und damit die Annexion der bestehenden deutschen Enklaven. Außerdem beschwerten sich die Franzosen darüber, dass die rheinischen Kurfürsten  Emigranten, vor allem den Brüdern Ludwigs XVI., Zuflucht gewährten und diesen sogar gestatteten, Regimenter zur Bekämpfung der Revolution anzuwerben.
    • Durch den gescheiterten Fluchtversuch König Ludwigs XVI. im Juni 1791 war in Frankreich das Gebäude der konstitutionellen Monarchie ins Wanken geraten. Sowohl bei Friedrich Wilhelm II. von Preußen als auch bei Leopold II.nahm der Gedanke gemeinsamer Aktionen zur Hilfeleistung für die französische Königsfamilie konkretere Formen an.
    • Am 17. August 1791 veröffentlichten beide Herrscher in Pillnitz eine Erklärung, dass die Vorgänge in Frankreich alle europäischen Monarchen berührten und Ludwig XVI. seine Handlungsfreiheit zurückerhalten solle. Eine militärische Niederwerfung des revolutionären Frankreichs wurde angedroht. Indes wollten Preußen und Österreich nicht allein, sondern nur im Bund mit den anderen europäischen Staaten einschreiten.  Der Vorbehalt des Einverständnisses aller anderer europäischer Mächte machte die Erklärung wertlos; man wusste, dass England zu einer gemeinsamen Aktion nicht bereit war.

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